BlaBlaBus – Flixbus bekommt Konkurrenz aus Frankreich

2013 gegründet, hat Flixbus innerhalb weniger Jahre den Fernbusmarkt revolutioniert. 2.000 Orte in 28 Ländern, sowie täglich 300.000 Verbindungen. Mittlerweile greift das Unternehmen sogar den Schienenverkehr an. Teil des Erfolges ist eine aggressive Expansionsstrategie, bei der zahlreiche Konkurrenzunternehmen aufgekauft wurden, darunter Meinfernbus und Postbus.

In Deutschland ist Flixbus mit 95 Prozent Marktanteil (Oktober 2018) unangefochtene Nummer Eins und auch den europäischen Markt dominieren die grünen Busse mehr und mehr. Sogar den US-amerikanischen Markt will der Fernbus-Gigant aufmischen. Doch im heimischen Markt regt sich derweil die Konkurrenz. Sie trägt den Namen BlaBlaBus.

Flixbus auch in Frankreich führend

Wenn euch der Klang von BlaBlaBus irgendwie vertraut vorkommt, irrt ihr nicht. BlaBlaBus gehört nämlich zu Europas größter Mitfahrzentrale BlablaCar. Damit steckt nicht nur eine finanzielle Kraft hinter dem neuen Bus-Unternehmen, sondern auch das Know-How, sich modern zu vermarkten. Genau das ist schließlich auch Teil des Erfolgs von Marktführer Flixbus.

Doch selbst der französische Markt ist derzeit in der grünen Hand des Münchener Unternehmens. „In Frankreich liegt unser Marktanteil bei 50 Prozent plus, in Italien eher bei 30 Prozent“, äußerte sich Flixbus-Chef André Schwämmlein gegenüber der Deutschen Presse-Agentur – und das 2017. Derzeit gibt es Verhandlungen zwischen Flixbus und dem französischen Verkehrskonzern Transdev. Flixbus möchte deren Busnetz Eurolines aufkaufen. Damit würde der Marktanteil in Frankreich nochmal stark steigen.

Staatliche Unterstützung für BlaBlaBus

Inwiefern Frankreich eine Konkurrenz für den grünen Marktführer ist, zeigt sich in deren Förderung. Nachdem BlaBlaBus den französischen Flixbus-Rivalen Ouibus von der Staatsbahn SNCF aufgekauft hat, investiert diese ihrerseits widerum in BlaBlaCar.

Das Geschäftsmodell von Flixbus und BlaBlaBus ist sich übrigens sehr ähnlich. Beide betreiben keine eigenen Busse, sondern organisieren und vermitteln die Fahrten an ihre mittelständischen Partnerbetriebe. Nicht zuletzt deshalb stand Flixbus schon oft in der Kritik, ihre aggressive Preispolitik auf dem Rücken seiner Subunternehmer zu betreiben.

Dem Kunden wird eine wettbewerbsfähige Konkurrenz zum Branchenprimus sicherlich gut tun. Für die Subunternehmen könnte diese Konkurrenz noch mehr Preisdruck bedeuten. Im Interview mit der Wirtschaftswoche gibt sich Flixbus-Geschäftsführer André Schwämmle noch gelassen: „Wir sind harten Wettbewerb gewohnt“.


Image by FlixMobility GmbH

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