E-Scooter Sharing – die größten Anbieter

Titelbild zu E-Scooter Sharing / Image by Edvin Johansson via unsplash

Es ist endlich soweit. Nach einem etwas verlängerten Anlauf hat es der E-Scooter am 15. Juni 2019 auf Deutschlands Straßen geschafft. In großer Zahl sieht man nun die elektrisch betriebenen Roller auf der Straße und es scheint, als würde die Fortbewegungsform von den Deutschen gut angenommen. Wir haben die größten Anbieter für E-Scooter Sharing zusammengesucht und verraten euch, wo ihr mit welchem Anbieter die Roller nutzen könnt.

Lime

Lime ist ein US-amerikanisches Unternehmen, dass neben den E-Scootern auch andere Fahrzeuge wie Fahrräder, E-Bikes und Autos weltweit zum Sharing anbietet. In Deutschland steht der Service des E-Scooter Sharing Anbieters dabei in Berlin, Köln, Hamburg und München bereit.

Die Fahrzeuge des E-Scooter Sharing Anbieters können über die App ausgeliehen werden. Als Zahlungsmittel akzeptiert Lime allerdings nur Kreditkarten. So lässt sich das eigene Wallet in der App mit Guthaben auffüllen, um die Fahrten daraus zu bezahlen. Wer mag kann mit der Option „Auto-Reload“ aktivieren, dass sich das Wallet automatisch wieder auffüllt.

Die Kosten des E-Scooter Sharing Anbieters belaufen sich dabei auf einen Euro, um den Roller zu entsperren. Ab dann kostet eine Minute mit dem Roller 20 Cent. Mit der in die App integrierten Kamera kann der QR-Code auf dem Roller gescannt werden, um die Fahrt zu beginnen.

Die Lime-App ist im Google Play Store und im App Store kostenlos erhältlich.

Tier

Tier ist im Gegensatz zu Lime ein deutsches Unternehmen und daher in Europa in etwa 30 Städten vertreten. In Deutschland gehören dazu:

  • Berlin
  • Bonn
  • Köln
  • Düsseldorf
  • Frankfurt am Main
  • Hamburg
  • München
  • Münster

Auch bei Tier läuft das E-Scooter Sharing über eine App, die sowohl im Google Play Store, als auch dem App Store kostenlos zur Verfügung steht. Die Zahlungsmethoden sind hier neben der Kreditkarte um PayPal erweitert. Preislich macht der E-Sooter Sharing Anbieter keinen gravierenden Unterschied. Bei Tier beläuft sich die Aktivierungsgebühr ebenfalls auf einen Euro. Jede Minute kostet hier allerdings nur 19 statt 20 Cent.

Circ

Kurz vor seinem Debüt auf deutschen Straßen hat sich das erst 2018 gegründete Startup Flash in Circ unbenannt. Der E-Scooter Sharing Anbieter wollte mit seinem Namen keine Assoziationen wie Geschwindigkeit herbeirufen, sondern Komfort, Sicherheit und Verantwortung – daher die Umbenennung.

Ansonsten unterscheidet sich auch Circ nicht sonderlich von seinen Wettbewerbern. Auch hier laufen Registrierung und Aktivierung der Scooter sowie die Bezahlung über die entsprechende App. Die Aktivierung des Scooters kostet auch hier einen Euro. Jede weitere Minute beläuft sich auf 20 Cent. Als Zahlungsmittel akzeptiert Circ lediglich Kreditkarten und ist dabei in Deutschland großflächig vertreten. Zu den Städten gehören:

  • Berlin
  • Köln
  • Frankfurt am Main
  • Hamburg
  • München
  • Münster

Die Circ App ist im App Store sowie im Google Play Store erhältlich.

VOI

VOI ist eine schwedische Firma und aktuell der größte Anbieter für E-Scooter Sharing. In Deutschland sind die Roller des E-Scooter Sharing Anbieters allerdings noch recht spärlich vertreten. In München und Berlin befinden sich jedoch bereits Fahrzeuge der VOI-Flotte. Das Aktivieren der E-Scooter läuft hier ebenfalls über einen QR-Code, der mithilfe der VOI-App gescannt wird und kostet einen Euro. Der Minuten-Preis kann dann in der App für den jeweiligen Roller eingesehen werden.

Auch hier läuft die Zahlung über Kreditkarte und einige Bankkarten. Maestro wird allerdings nicht akzeptiert. In der Registrierung der App unterscheidet sich VOI von seinen Wettbewerbern. So läuft diese bei Tier, Lime und Circ über einen Code, der an die Handynummer des Smartphones gesendet wird, auf dem sich die App befindet. VOI hingegen benötigt die E-Mail-Adresse der Nutzer.

Die VOI App kann im Google Play Store sowie im App Store runtergeladen werden.

Die Nutzung per App

Bei den verschiedenen Apps lassen sich keine wirklich gravierenden Unterschiede feststellen. So zeigen alle Parkverbotszonen an, ermöglichen die Zahlung per Kreditkarte und aktivieren die Roller über einen QR-Code. Lediglich Tier sticht mit PayPal als Zahlungsmethode heraus – ob das so bleibt, ist fraglich.

Auch die Fahrzeuge selber unterscheiden sich aufgrund der strengen Gesetzeslage nicht sonderlich voneinander. Alle sind mit Bremsen für vorne und hinten, Licht und einer Klingel ausgestattet und fahren maximal 20 km/h.

Es gilt das gängige Verkehrsrecht

Was für Fahrradfahrer gängiges Gesetz ist, gilt auch für Nutzer des E-Scooter Sharings. So dürfen die Scooter nicht auf Gehwegen fahren und sollen Radwege nutzen. Sind diese nicht vorhanden, muss das Fahrzeug auf der Straße gefahren werden. Wer einen E-Scooter fahren möchte, muss außerdem älter als 14 Jahre alt sein. Nutzern empfehlen wir außerdem, immer auf eine vorhandene Versicherungsplakette zu achten.

Zwar besteht für die Scooter keine Helmpflicht, bei einer Geschwindigkeit von 20 km/h raten wir jedoch dringend dazu, einen zu tragen!


Image by Edvin Johansson via unsplash