IAA 2019 – zwischen Porsche und Protesten

Automesse by atimedia via pixabay

Zum 68. Mal findet in diesen Tagen die Internationale Automobilausstellung in Frankfurt am Main, kurz IAA, statt. Noch bis zum 22. September werden in sechs Hallen verschiedenste Modelle und Neuheiten rund um das Auto präsentiert. Viele Marken fehlen in den Messehallen der IAA 2019. Insgesamt 22 Automarken sind dieses Jahr nicht am Start. Bis auf Honda fehlen sämtliche japanische Zulieferer. Auch französische Automarken, Fiat-Chrysler und Volvo sind nicht vor Ort.

Autos für die Zukunft

„Driving Tomorrow“, so lautet der Leitspruch der diesjährigen IAA. In vier Hallen, vergleichsweise wenig, werden für eine Woche die neuesten Modelle der großen deutschen wie internationalen Autohersteller vorgestellt. Dabei wird sich vor allem auf die Schwerpunkte alternative Antriebe, Digitalisierung und automatisiertes Fahren konzentriert. Elektro-Mobilität ist die Zukunft, das soll auf der IAA 2019 deutlich werden.

In diesem Jahr wird auf der IAA vor allem mehr auf Interaktivität gesetzt. Auf dem Freigelände F10 stehen zum Beispiel bis zu 50 Autos für Testfahrten bereit. Ebenfalls gibt es einen E-Bike-Parcours und drei Offroad-Strecken, die sich auf dem Beifahrersitz des VW Touareg oder des Ranger Raptor erleben lassen. Die Hallen 6 und 10 bleiben unbesetzt, Halle 4 ist als Anziehungspunkt für Oldtimer-Fans gedacht. Halle 5 wird zum Schauplatz der „New Mobility World“, eine Art Workshop, der digitale Geschäftsmodelle, alternative Antriebe und Smart Cities zum Thema hat.

Öffnungszeiten der IAA auch für arbeitende Personen geeignet

Nach den Fachbesuchertagen am 12. und 13. September hat die IAA vom 14. bis 22. September täglich von 9 bis 19 Uhr fürs Publikum geöffnet. Am 20.September gibt es wieder den „After Work Day“. Hier werden die Öffnungszeiten auf 11 bis 21 Uhr verlegt, um auch Menschen nach ihrer Arbeit die Möglichkeit zu geben, die Veranstaltung zu besuchen.

Tickets kosten am Wochenende 15 und in der Woche 13 Euro. Schüler, Studenten und Azubis zahlen den ermäßigten Preis von 8,50 Euro. Ein Nachmittagsticket gibt es für 9 Euro. Zum Ticket-Shop geht es hier.

Informationen zur Anreise findet ihr hier.

IAA-Messe überschattet von Protesten

Doch in diesem Jahr steht die Veranstaltung aus anderen Gründen unter keinem guten Stern. Bereits im Vorfeld gab es mehrere Ankündigungen zahlreicher Proteste. Sogar ein Anschlag auf ein Jaguar-Land-Rover-Autohaus in Kronberg, bei dem zahlreiche Nobel-Autos beschädigt wurden, warf seine Schatten voraus.

Die Demonstranten der Initiative „Sand im Getriebe“ trafen sich bereits am Samstag zu ersten Protesten. Tausende Gleichgesinnte reisten mit dem Fahrrad aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet an. Gemeinsam legten sie den Verkehr in der Innenstadt lahm. Im Anschluss trafen sich 25.000 Umweltaktivisten zu einer großen Demonstration.

Die Proteste setzten sich auch am nächsten Tag fort: Mehrere hundert Personen in weißen Anzügen blockierten zwei der fünf Eingänge, darunter den Haupteingang der IAA. Die Proteste der Demonstranten richteten sich laut eigener Aussage nicht gegen die Besucher, sondern ausschließlich gegen die Hersteller. Dennoch kam es während der Blockade vereinzelt zu Rangeleien und Wortgefechten zwischen Demonstranten und Besuchern. Die Polizei überwachte die Eingänge mit einem großen Aufgebot und griff schließlich nur im äußersten Notfall mit leichten Mitteln ein. Zu großen Auseinandersetzung kam es schlussendlich nicht.

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