Die Zahl der öffentlichen Ladepunkte in Deutschland ist stark gestiegen

Ladepunkt, Image by stux via pixabay

Erst vor kurzem haben wir berichtet, dass Deutschlands Tiefgaragen sehr schlecht für eine potentielle E-Auto-Wende gerüstet sind. In einer Umfrage des ADACs wurde deutlich, dass lediglich vier Prozent, der für die Analyse berücksichtigten Objekte, einen Stromanschluss besitzen. Bewohner eines Mehrfamilienhauses, die ihr E-Auto in der Tiefgarage parken, dürfte das ärgern. Denn das Laden an externen Ladepunkten ist meistens aufwendiger und vor allem teurer.

Allerdings gibt es nun auch eine gute Nachricht. Wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) erklärt hat, ist die Anzahl öffentlicher Ladepunkte innerhalb eines Jahres von 13.500 auf 20.650 gestiegen. Das entspricht einem Zuwachs von über 50 Prozent. „Vor allem die Energiewirtschaft hat hier ordentlich Tempo gemacht – sie betreibt drei Viertel aller öffentlichen Ladepunkte“, erläuterte Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung.

Forderung nach Ausbau der privaten Ladeinfrastruktur

Weiter heißt es in der Erklärung des BDWEs, dass die derzeitige Anzahl öffentlicher Ladepunkte für die offiziell gemeldeten E-Autos vollkommen ausreichend sei. Gleichzeitig wird jedoch betont, dass der Ausbau privater Ladeinfrastruktur dringend vorangebracht werden müsse. Gleiches hat auch der ADAC mit der bereits erwähnten Umfrage verdeutlicht. Denn derzeit würden rund 85 Prozent der Ladevorgänge zuhause oder am Arbeitsplatz stattfinden.

Zudem möchte der BDWE mit einigen Mythen rund um Elektromobilität aufräumen. Es heißt, dass bereits jetzt die Klimabilanz von E-Autos erheblich besser sei als jene von Diesel-PKWs oder Benzinern. In einem anderen Artikel haben wir uns bereits kritisch mit der Umweltfreundlichkeit von E-Autos auseinandergesetzt. Der Bericht argumentiert damit, dass ein E-Auto bei einer jährlichen Fahrleistung von 14.300 Kilometern rund 60 Prozent weniger CO2 emittiere. Zudem würden bereits jetzt viele Ladepunkte 100 Prozent regenerativ erzeugten Strom anbieten.

Stromnetze bereit für E-Wende

Auch sonst scheint der Erklärung nach wenig gegen eine umfassende E-Auto-Wende zu sprechen: Die heutigen Stromnetze könnten bereits jetzt bis zu 13 Millionen E-Autos mit Strom versorgen. Das entspreche derzeit 30 Prozent des deutschen PKW-Bestandes.

Der Wunsch nach E-Automodellen, die auch breite Käuferschichten erreichen, bleibt demnach nach wie vor sehr stark. Diejenigen, die bereits eines besitzen, können aber auf deutlich mehr Ladepunkte in Deutschland zugreifen als bisher. Jedoch kann es trotzdem vorkommen, dass Fahrer in einer fremden Stadt nicht wissen, wo die nächste Ladesäule zu finden ist. Genau dafür gibt es Apps wie Next Plug. Hier könnt ihr nachlesen, wie sie dabei helfen kann.


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